Die wissenschaftlich fundierten Fakten:


Das sogenannte "Heilige Land" bestand seit jeher aus 2 unterschiedlichen Regionen. Dem
reichen, fruchtbaren, Handel treibenden Nordreich ISRAEL mit Samaria (früher Sichem) als
kultischem, wirtschaftlichem und machtpolitischem Mittelpunkt und aus dem Südreich
JUDÄA. Ein karger, mässig fruchtbarer Landstrich, der kaum genügend Nahrungsmittel für
den Eigenbedarf produzierte und daher wenig Handelsgüter aufwies. Der Hauptort dieser
Region war Urusalim (Jerusalem) mit einem bescheidenen, vermutlich aus Holz
gezimmerten Tempel. Ein Steintempel aus jener Zeit konnte archäologisch nirgendwo
nachgewiesen werden und ist wohl schriftstellerisches Wunschdenken der Torah-
Verfasser. Realistisch betrachtet war ja auch "König" Salomon weniger unermesslich
reicher König eines blühenden Reiches, als eher regionales Oberhaupt einiger
kupferzeitlichen, aus bescheidenen Hütten bestehenden Siedlungen.
Judäa verachtete neidisch das Nordreich wegen seines tatsächlichen Reichtums, wegen
seiner Vielgötterverehrung - wiewohl in Judäa ähnlich viele Götter und Kulte
nachgewiesen werden konnten, was ein schlagendes Indiz dafür ist, dass die Schriften erst
zu einer Zeit verfasst worden waren, als die Judäer tatsächlich nur mehr einen Gott
verehrten und im nachhinein die Vielgötteranbetung des Nordreiches anprangerte.
Gerade diese unbedeutende, wirtschaftlich wenig ergiebige Lage, war jedoch für Judäa
von grossem Vorteil.
Während das wohlhabende und strategisch günstig gelegene Nordreich zuerst durch die
Assyrer unter Tiglat-Pilesar III. (732 *alle Jahresangaben v. Chr.) und wenig später durch
Salmanassar V. und Sargon II. (722/721)mehrmals überfallen wurde und letztlich zur
assyrischen Provinz gemacht worden war, wobei die Oberschicht samt Handwerker
deportiert wurde, blieb das wirtschaftlich und strategisch uninteressante Judäa relativ
unbehelligt, selbst als das Nordreich mit anderen besiegten Stämmen besiedelt wurde.
Das änderte sich als die Babylonier unter Nebukadnezar die Assyrer besiegten und 586
auch Judäa in ihr Reich integrieten und nun ihrerseits, wie üblich, die Oberschicht
deportierten und für Jahrzehnte in Unterdrückung hielt.

Ab 538 lässt der neue Herrscher, der Perserkönig Cyros, den in in langen Jahren der
Gefangenschaft bereits teilintegrierten und jahrzehntelang mit dem persischen
Eingottglauben konfrontierten Verschleppten die Wahl, im Land zu bleiben oder in das
Land ihrer Väter zurückzukehren.

Die Situation in der Heimat ist nun so, dass das Nordreich bereits seit etwa 200 Jahren
auch von fremden Stämmen besiedelt und durchmischt ist, das Südreich Judäa zwar nur
seit etwa 40 Jahren, doch auch dies ist in damaliger Zeit ein Menschenleben lang.
Das gesamte Land war beherrscht von unzähligen fremden (heidnischen) Priestern, die
zahllose Gottheiten bei vielen unterschiedlichen Kulten verehrten.
Nun erkennen die aus dem Exil heimkehrenden Priester des Südreichs und deren
Anhängerschaft die einmalige Möglichkeit, das gesamte Land wirtschaftlich, machtpolitich
und kultisch zu vereinnahmen.

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